Damit verschraubt es sich wie geschmiert

Gewindefurchende Schrauben – sicher, qualitativ hochwertig und metrisch. Wer seine Montagekosten senken und gleichzeitig die Sicherheit und Qualität der Schraubverbindungen verbessern möchte, sollte diese 2-in-1 Schraube einsetzen. Ein intelligenter Korrosionsschutz ist auch hier möglich und dringend nötig.

Gewindefurchende Schrauben sind Werkzeug und Verbindungselement zugleich und finden ihren Einsatz unter anderem in Getriebe- und Lenkgehäusen sowie bei Motoren und Sicherheitsbefestigungen. Charakteristisch ist, dass sie bei der Montage durch Umformung des Werkstoffes im Gegenbauteil ihr passendes Muttergewinde selbsttätig erzeugen. Dabei wird die Schraube in ein gegossenes, gebohrtes, gestanztes oder gelasertes Loch geschraubt. Dieser Vorgang hat zum Vorteil, dass Bauteile direkt und ohne vorhandenes Muttergewinde eingesetzt werden können, wodurch nicht nur an Werkzeugkosten für Gewindeschneider selbst gespart wird, sondern auch signifikant an Prozesskosten. Arbeitsschritte wie das Gewindeschneiden bzw. -formen sowie das Säubern nach dem Spanausblasen entfallen.

Ein weiterer Vorteil ist die gesteigerte Prozesssicherheit: Durch die Materialverfestigung im Gewinde entsteht eine höhere Belastbarkeit der Gesamtverbindung. Der spielfreie Kontakt zwischen Bolzen und Muttergewinde bewirkt eine erhöhte Losdrehsicherheit, die oftmals einen Verzicht auf Schraubensicherungen erlaubt. Außerdem ermöglicht das gefurchte, metrische Gewinde bei einem Reparaturfall den problemlosen Einsatz einer gewöhnlichen metrischen Schraube. Gewindefurchende Schrauben werden in unterschiedlichen Geometrien, Werkstoffen und Oberflächen gefertigt. Für eine optimale Verschraubung müssen aber Bauteil, Verbindungselement und Montage miteinander harmonieren. Hier liegt auch die Gefahr: Da gewindefurchende Schrauben oft in andere Materialien gefurcht werden, droht Kontaktkorrosion.

Doppelt hält besser

Um dem Korrodieren der Schraube vorzubeugen, kann eine Zinklamellen- Beschichtung von Dörken MKS mit Nachschmierung eingesetzt werden. Der zinkhaltige Basecoat bestimmt die Korrosionseigenschaften und ist für den kathodischen Korrosionsschutz verantwortlich. Anschließend kann bei Schrauben das DELTA-LUBE® 50 aus der DELTA-LUBE®-Serie des Dörken MKS-Portfolios eingesetzt werden. Dies ist eine farblose Nachschmierung, die die Eigenschaften des sonst verwendeten Topcoats mit sich bringt: Sie erhöht den Korrosionsschutz und beeinflusst die Reibungszahlen sowie das Furchmoment. Appliziert wird das DELTA-LUBE® 50 mittels Tauch- Schleuder-Verfahren oder Spritz-Applikation. Soll die Schraube noch farblich beschichtet werden, ist vor der Applikation der Nachschmierung der Einsatz eines Topcoats erforderlich.

DELTA-LUBE® 50 komplementiert die Zinklamellenbeschichtung, die gewindefurchende Schrauben sicher schützt, weltweit verfügbar ist und hohe Qualitätsstandards erfüllt. Umfangreiche Tests mit DELTA-LUBE® 50 beschichteten gewindefurchenden Schrauben ergaben, dass nicht nur das vorgegebene Furchmoment, sondern auch hohe Korrosionsschutzanforderungen im Salzsprühnebeltest eingehalten werden. Die Schrauben wurden jeweils mit einem Zinklamellen- Basecoat und der Nachschmierung beschichtet. Anschließend wurden sie gem. DIN 267-30 bzw. ISO 7500-1 in einen Aluminiumblock gefurcht bzw. in Stahl verschraubt und in dem Salzsprühnebeltest (gem. DIN EN ISO 9227) getestet. Die Ergebnisse sprechen für sich (vgl. Tabelle).

Die Nachschmierung DELTA-LUBE® 50 trägt dazu bei, dass niedrige Furchmomente eingehalten werden, wodurch gewindefurchende Schrauben sicher eingesetzt und Prozessersparnisse erzielt werden können. Es schützt in Kombination mit der Zinklamellenbeschichtung die Schraube vor Korrosion.


Eine Holzbauschraube ohne Dörken MKS Nachschmierung erhitzt aufgrund des starken Anpressdrucks und hohen Einschraubmoments auf 120°C.


Eine Holzbauschraube mit Dörken MKS Nachschmierung erhitzt aufgrund des schwachen Anpressdrucks und niedrigen Einschraubmoments lediglich auf 80°C.