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Süßer die Glocken nie klingen

Datum:

05-11-18

Ort:

Köln

Thema:

Süßer die Glocken nie klingen

Beschreibung:

Nach anderthalbjährigem Schweigen läutet sie wieder: die Petersglocke vom Kölner Dom. Hier trifft traditionsgebundene Glockentechnik auf hochmoderne Konstruktion und Beschichtung.

Im Sommer 2016 ergab eine Untersuchung des Europäischen Kompetenzzentrums für Glocken ECC-ProBell, dass ein ungleichmäßiger Anschlag des Klöppels – bedingt durch das nicht zentrierte Loch in der Glockenhaube – dazu führte, dass der „Dicke Pitter“ nicht wie gewohnt klang. In diesem Zuge stellte man fest, dass eine neue Aufhängung des Glockenklöppels nicht nur zu einer Klangverbesserung führen könne, sondern auch zu einem nachhaltigen Schutz der Petersglocke.

Die Dombauhütte entwickelte gemeinsam mit der TH Köln die neue Aufhängung, die von der Firma Dirostahl umgesetzt wurde. Das Besondere an der neuen Aufhängung? Sie ist aus nur einem einzigen Schmiedestück gefräst und lässt sich über zwei Doppelexzenter millimetergenau horizontal verschieben. Außerdem ist sie mit einer HEICO-TEC® Spannmutter befestigt, welche eine definierte Vorspannkraft in der Hängestange, die den Klöppel trägt und die Glocke sichert, garantiert. Eine solche Aufhängung ist weltweit einmalig. 

Umso wichtiger ist es, dies tragende Element sicher gegen Korrosion zu schützen. Hier kamen die Korrosionsexperten von Dörken MKS zum Einsatz. Gemeinsam mit ihrem Inhouse- und Lohnbeschichter Lisi Automotive BETEO Oberflächentechnik GmbH & Co. KG kümmerten sie sich – unter Verwendung des neu entwickelten Produktes DELTA-PROTEKT® KL 170 RT – um die Beschichtung der Aufhängung. Die Zinklamellenbeschichtung sorgt dank der Opferwirkung des enthaltenen Zinks für einen kathodischen Korrosionsschutz. Besonderer Vorteil des neuen Produktes: Die nur 4–20µm dünne Schutzschicht trocknet bei Raumtemperatur, so dass der Einsatz eines Einbrennofens überflüssig wird. Und so konnte sie vor Ort – im Glockenstuhl des Kölner Doms – mittels Spray-Applikation auf das 780kg schwere Bauteil aufgetragen werden. Und auch die Spannmutter wird sicher vor Korrosion geschützt.

Nachdem die Aufhängung sowie der knapp 600kg schwere Klöppel wieder montiert wurden, durfte die fast hundertjährige Glocke an Allerheiligen wieder läuten. Und das mit einer hocheffizienten Korrosionsschutzlösung von Dörken MKS.


(v.l.n.r.: Prof. Dr. Klöcker (TH Köln), Alexander Kreicker (Dörken MKS), Jens-​Paul Hänig (Lisi Automotive BETEO Oberflächentechnik GmbH & Co. KG), Thomas Schuhmacher (Kölner Dombauhütte), Pascal Jung (Dörken MKS) und Tobias Kleyer (Dörken MKS))

 

Die Text- und Bilddateien dieser Pressemeldung können Sie hier herunterladen.