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Rosten von Eisen

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The Corrosion College

Die Elektrochemie der Rostbildung

Eisen ist eines der wichtigsten Rohstoffe für die Industrie. Korrodiert dieses Metall, wird dies umgangssprachlich als „Rosten“ bezeichnet. Dabei entsteht ein Gemisch aus mehreren Verbindungen: Darunter befinden sich Eisenoxide, Eisenhydroxide sowie Eisenoxidhydrate.

Diese Umwandlung findet in Gegenwart von Wasser und Sauerstoff im neutralen Milieu als mehrstufiger, elektrochemischer Prozess statt. Erst wird Eisen oxidiert und im Wasser gelöster Sauerstoff reduziert. Als kurzlebiges Zwischenprodukt entsteht Eisen(II)hydroxid.

2 Fe + O2 + 2 H2O → 2 Fe(OH)2

Eisenhydroxid enthält zweiwertiges Eisen (Fe2+) und ist noch kein „Rost“ im klassischen Sinn. Der eigentliche Rost entsteht durch weitere Oxidations- und Dehydratisierungsreaktionen.

4 Fe(OH)2 + O2 + 2 H2O → 4 Fe(OH)3

Fe(OH)3 → FeO(OH) + H2O

2 FeO(OH) + O2 → Fe2O3 + H2O

Die gebildeten Korrosionsprodukte sind im Wasser unlöslich. Sie fallen aus und bilden die charakteristische poröse Rostschicht auf dem Metall.