Benutzeranmeldung

Passwort vergessen?

Aktiver Korrosionsschutz

Märkte Unser Vorgehen Beschichtungslösungen Beschichter The Corrosion College Glossar Unternehmen
Deutsch

The Corrosion College

AKTIVER KORROSIONSSCHUTZ

Beim aktiven Korrosionsschutz unterscheiden Fachleute zwischen drei Varianten.

KORROSIONSINHIBITOREN

Korrosionsinhibitoren haben die Aufgabe, die Korrosionsgeschwindigkeit des zu schützenden Metalls wesentlich zu verringern. Dabei kann der Mechanismus sowohl physikalischer als auch chemischer Art sein. Je nach Reaktion können korrodierende Angriffsmittel wie Sauerstoff oder Chloride durch Natriumsulfit oder Hydrazin chemisch gebunden und so dem Korrosionssystem entzogen werden. Andere sogenannte Adsorptionsinhibitoren werden in der Erdölverarbeitung eingesetzt. Das sind organische Substanzen, wie Imidazoline oder Chinoline, die in ihrer Wirkungsweise Korrosion durch Salzsäure oder Schwefelwasserstoff verhindern. Beizinhibitoren hingegen verringern die Eisenauflösung und somit die Wasserstoffversprödung beim Entrosten und Entzundern von Stählen.

KATHODISCHER KORROSIONSSCHUTZ (KKS)

Hierbei bedient man sich des Prinzips der unterschiedlichen elektrochemischen Potenziale von Metallen. Das unedlere Metall besitzt dabei ein elektronegativeres Potenzial als das zu schützende Metall. Um so Eisen vor Oxidation zu schützen, wird häufig Zink, bzw. Zinklegierungen, eingesetzt, das einen kathodischen Korrosionsschutz bietet.

Der Schutzmechanismus: Bei einem Korrosionsangriff wird Zink aufgrund des niedrigen elektrochemischen Potenzials anstelle des Eisens oxidiert. Das Zink „opfert“ sich regelrecht, weswegen Fachleute auch von einer „Opferanode“ sprechen. Dabei entsteht so lange „Weißrost“, bis das Zink aufgebraucht ist. Weißrost besteht überwiegend aus Zinkhydroxid (Zn(OH)2).

Auch Zinklamellen greifen auf diesen Schutzmechanismus zurück. Solche Lamellen werden von einer Hybrid-Bindemittelmatrix umgeben, die zum einen die benötigte elektrische Leitfähigkeit gewährleistet, zum anderen aber auch eine zusätzliche physikalische Barriereeigenschaft erfüllt. Diese hält korrosionsförderne Medien davon ab, das Bauteil zu korrodieren. Auf diese Weise wird bereits durch extrem dünne Schichten ein sehr hoher Korrosionsschutz erreicht. Schutzschichten aus Zinklamellen sind im Bereich von 5 bis 15 µm dick. Sie werden etwa in der stahlverarbeitenden Industrie und vor allem in der Automobilindustrie eingesetzt, um alle Arten von Bauteilen zu schützen.

FREMDSTROM

Auch Fremdstrom kann unedle Metalle vor Oxidation und somit vor korrosivem Materialabtrag schützen. Der Fremdstrom gleicht das Spannungsgefälle des galvanischen Elements aus Metall und Boden aus und es kommt nur zu einem vernachlässigbaren Metallabtrag. Diese Methode wird oft bei Bauwerken wie Brücken, in der Erde verlegten Rohren wie Pipelines und bei Behältern wie Warmwasserspeichern aus Stahl eingesetzt.