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Chemikalienbeständigkeit

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CHEMIKALIENBESTÄNDIGKEIT

Mit chemischer Beständigkeit oder auch Chemikalienbeständigkeit wird die Widerstandsfähigkeit von Bauteilen oder Werkstücken gegen die Einwirkung von Chemikalien bezeichnet. Gerade im Bereich von Oberflächen ist die Chemikalienbeständigkeit als elementare Eigenschaft vielfach gefordert. Um diese zu erreichen, ist je nach Anwendungsbereich und Einsatzgebiet des Bauteils eine entsprechende Oberflächenbeschichtung zwingend erforderlich. Hierbei kommt es vor allem auf die Wahl des richtigen Beschichtungsstoffs an. Denn bei unzureichender oder schlechter Chemikalienbeständigkeit zeigen sich am beschichteten Bauteil verschiedenste negative Folgen: von der Blasenbildung über das Ablösen der Beschichtung vom Untergrund, Glanzabfall und Farbänderung bis hin zur kompletten Zerstörung bzw. Zersetzung der Beschichtung. Darüber hinaus können Chemikalien sogar die Korrosion des Grundmaterials auslösen bzw. beschleunigen. Vor diesem Hintergrund muss die gewählte Beschichtung mit dem Anforderungsprofil sowie mit den möglichen Belastungen durch Chemikalien abgeglichen werden.

MOLEKÜLRASTER BESTIMMT DIE CHEMIKALIENBESTÄNDIGKEIT

Maßgeblich für die Chemikalienbeständigkeit ist der molekulare Aufbau des Beschichtungsmaterials. Ein engmaschig aufgebautes Molekülraster – wie es zum Beispiel Mikroschicht-Korrosionsschutz-Systeme bieten – verhindert das Eindringen von aggressiven Flüssigkeiten und korrosionsfördernden Agenzien. Auf diese Weise wird das Beschichtungsmaterial nicht penetriert und die zu schützende Oberfläche bleibt unversehrt. Die Ausbildung eines engmaschigen Molekülrasters setzt die Einhaltung der notwendigen Verarbeitungs- und Härteparameter voraus.

Weitere Informationen zu Prüfverfahren zur Bestimmung der Chemikalienbeständigkeit von Oberflächenbeschichtungen finden sich hier.

Literaturhinweis: Vincentz-Verlag, Farbe und Lack, Ausgabe 08.2005, Titel: Wenn Chemie zerstört (Seite 45)