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Verschraubungseigenschaften

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Verschraubungseigenschaften

Die Reibungszahl einer Beschichtung hat einen wichtigen Einfluss auf die Verschraubungseigenschaften sowie das Montageergebnis von Verschraubungen und wird daher mit unterschiedlichen Prüfverfahren untersucht bzw. bestimmt.

Als physikalische Größe können Reibungszahlen nicht direkt geprüft werden, sondern stellen das Verhältnis von Drehmoment und Vorspannkraft da – mit den Schraubenparametern Gewindedurchmesser, Kopfauflage und Steigung. Die mathematische Basis zur Ermittlung der Reibungszahl mechanischer Verbindungselemente bildet die DIN EN ISO 16047, wobei in der Praxis in vielen Bereichen noch die Vorgängernorm DIN 946 angewendet wird. Die zur Prüfung eingesetzten Prüfstände verfügen meist über einen elektrischen Antrieb und sind mit Kraftsensoren und Drehmomentsensoren versehen. Sie zeichnen die Anziehkurve auf und ermitteln daraus die Reibungszahl für Kopfauflage und Gewinde. Daraus lässt sich rechnerisch die Gesamtreibungszahl bestimmen.

VERSCHIEDENE PRÜFVERFAHREN FÜHREN ZU UNTERSCHIEDLICHEN ERGEBNISSEN

Teils abweichend oder auch ergänzend zur Basisnorm DIN EN ISO 16047 sind mittlerweile viele branchen- und kundenspezifische Normen entstanden. So setzen beispielsweise Automobilhersteller zum Teil unterschiedliche Konstanten ein und verwenden verschiedene Referenzteile (Muttern und Scheiben) – wodurch jeweils andere und abweichende Ergebnisse entstehen. Weiteres Beispiel aus dem Automobil-Bereich: Bei einem Hersteller wird zur Durchführung der Prüfung WZ101 die Scheibe aufgeraut (für eine Rauigkeit von Ra 1,2–1,6). Dies führt zu einer höheren Reibungszahl unter Kopf – allerdings nicht bei allen Oberflächen im gleichen Verhältnis.

Weitere Informationen zur Ermittlung der Reibungszahlen von Verschraubungen finden sich in der EN ISO 16047.